Tipps für die gymnasiale Oberstufe in NRW (G8)

Die Einführungsphase

Die 10. Klasse wird nicht umsonst ‚Einführungsphase‘ (kurz: EF) genannt. Nein, sie dient dazu sich in neuen Fächern, wie z.B. Pädagogik, Informatik oder Philosophie, auszuprobieren. Wer also beispielsweise am Ende der 9. Klasse mit hohen Erwartungen Pädagogik als neuen Kurs belegen möchte und im Unterricht nach den Sommerferien dann aber bemerkt, dass es ihm überhaupt nicht liegt, der sollte nicht direkt verzweifeln sondern in Ruhe nach ein paar Unterrichtsstunden für sich entscheiden ob dieser Kurs wirklich eine falsche Wahl war und ihn dann gegebenenfalls abwählen. Um diese Freiheit haben zu können ist es auf jeden Fall ratsam, wenn es am Ende der 9. zu den Wahlen für die EF kommt, mehr als die Mindestanzahl an Kursen zu belegen um einen gewissen Spielraum mit einzuplanen um eventuell später die Möglichkeit zu haben sich umzuentscheiden. Ähnlich ist es auch bei der Entscheidung welche Kurse schriftlich und welche mündlich gewählt werden, auch hier gilt wieder: Lieber zu viel als zu wenig! Das heißt, es ist ratsam zunächst so viele Kurse wie möglich schriftlich zu wählen, um sich die Wahl der Abiturfächer so offen wie möglich zu halten, denn nur Kurse, die ab der 10. schriftlich belegt wurden, können später auch als Abiturfach gewählt werden. Wer sich also bei den Wahlen eine Klausur im Fach Geschichte überhaupt nicht vorstellen kann, der sollte es vielleicht trotzdem einfach mal ausprobieren, denn selbst wenn die Klausur am Ende schlecht benotet wird, kann man den Kurs immer noch auf mündlich umwählen. Da die Noten bzw. die Zeugnisse in der Einführungsphase überhaupt nicht für das Abitur zählen, ist es wirklich ratsam sich bevor es ab der 11. dann ernst wird, sich auszuprobieren und seine Stärken herauszufinden. Wer diese Punkte berücksichtigt und sich in der EF nicht schon wegen seinen Noten verrückt macht sondern den Schwerpunkt auf das ausprobieren verschiedener Kurse legt, der sollte später in der Lage sein, sich seine Abiturfächer optimal zusammenzustellen.

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Die Qualifikationsphase und Tipps zur Abiturvorbereitung

In der Qualifikationsphase (kurz Q1=11.; Q2=12.) geht es darum, Punkte für das Abitur zu sammeln, das heißt die Zeugnisnoten in der 11. und 12. zählen 2/3 für den finalen Abiturschnitt. Das wichtigste in dieser Zeit ist es alle Unterlagen zu ordnen und vor allem im Unterricht aufzupassen, denn so nimmt man sich selbst für das spätere lernen kurz vor den Abiturprüfungen wirklich eine Menge Arbeit ab. Mein Tipp ist es hier für jedes Abiturfach einen separaten Ordner anzulegen, in den dann das Material zu jedem im Unterricht abgeschlossenen Thema abgeheftet werden kann, sodass am Ende von Q2 alle Themen zur Abiturvorbereitung nochmal chronologisch durchgegangen werden können. Wem die Arbeitsblätter aus dem Unterricht zum Üben für die Prüfungen nicht reichen, dem kann ich auf jeden Fall die Bücher vom Stark-Verlag empfehlen, vor allem die „Abiturskripte“, die es allerdings leider nicht für alle Fächer gibt, fassen die abiturrelevanten Themen nochmal sehr schön zusammen und schaffen so eine gute Übersicht über alles was man können muss.

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