Wie bereite ich mich am besten auf’s Studium vor?

Wer gerade in der Zeit zwischen Abitur und Studium steckt und ein Studium, für das folgende Wintersemester einplant, der steckt vermutlich gerade voll in den Vorbereitungen. Hier eine kleine Checkliste um in dieser Situation nicht den Überblick zu verlieren:

Der Studiengang

Über den gewünschten Studiengang sollte man sich zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall schon im klaren sein. Nun ist es allerdings spätestens an der Zeit, sich etwas genauer zum Inhalt des Studiengangs zu informieren und sich zu fragen ob es wirklich das richtige für einen ist. Definitiv sollte man hier nicht zu oberflächlich sein und sich nur durch den „coolen Namen“ oder den Ruf des Studiengangs beeindrucken lassen, sondern sich wirklich Zeit nehmen, zu überlegen ob es das richtige für einen ist, und ob man sich das ganze langfristig vorstellen kann.

Die Hochschule

Uni? Fachhochschule? Hab ich dort überhaupt Chancen mit meinem Abischnitt? Hier sollte man sich zunächst besser noch nicht festlegen. Auch wer unbedingt an dieser einen Uni oder Fachhochschule studieren will, der sollte zumindest noch offen sein, sich im Fall einer Absage doch woanders zu bewerben bzw. macht es natürlich Sinn, sich von vorneherein an so vielen Unis/FHs wie möglich einzuschreiben, um am Ende auch wirklich einen Studienplatz sicher zu haben, denn ablehnen kann man ja immer noch. Wer sich früh genug kümmert, der hat meist sogar noch die Chance diverse Hochschulen an einem ‚Tag der offenen Tür‘ kennen zulernen, um so ein paar bessere Eindrücke, als die aus dem Internet, zu sammeln.

Voraussetzungen

Bei vielen Studiengängen gibt es weit ausmehr Voraussetzungen, welche man erfüllen muss, als das Abitur. Oft ist es ein Vorpraktikum, bestimmte Sprachkenntnisse oder aber, wie es an vielen FHs der Fall ist, ein Eignungstest, der zunächst noch abgelegt werden muss und (mit) über die Aufnahme entscheidet. Gerade im Falle eines geforderten Praktikums sollte die Organisation so früh wie möglich beginnen, da dieses Praktikum oft einen Zeitraum von 3 Monaten umfasst und sich viele Unternehmen eher für Studenten mit bereits vorhandenem Fachwissen entscheiden, was die Suche nach einem Platz garnicht mal so leicht macht.

Finanzierung

Wie finanziere ich mein Studium überhaupt? Auch eine sehr wichtige Frage über die vorher geredet werden muss. Am einfachsten ist es hier eigentlich an einer staatlichen Uni oder FH zu studieren und nebenbei zu arbeiten, da man so sein ganzes verdientes Geld auch wirklich für sich nehmen kann und nicht noch in die Schule investieren muss. Bei einer privaten Hochschule besteht natürlich die Möglichkeit eines Stipendiums, oder bei ganz viel Glück, die Finanzierung durch die Eltern. Bei einem dualen Studium ist die Finanzierung häufig auch ein ziemlich kompliziertes Thema. Da man meist Vollzeit arbeitet und zusätzlich noch studiert, bleibt eigentlich keine Zeit für einen Nebenjob. Zwar übernimmt der Betrieb, für den man arbeitet, meist die Studiengebühren, das „Taschengeld“ bleibt dann jedoch auf der Strecke. Hier muss jeder ganz individuell für sich entscheiden welche Möglichkeit wohl am besten funktionieren würde.

Unterkunft

Wer vor hat, weiter weg von zu Hause zu studieren, der sollte sich vorher auf jeden Fall einmal über die Mietpreise informieren und überlegen ob das ganze im Bereich des möglichen liegt. Ist die Hochschule in der Nähe vom eigenen zu Hause, läuft das ganze natürlich wesentlich entspannter. Hier macht es nämlich Sinn, vielleicht zunächst noch bei den Eltern wohnen zu bleiben, bis man sich nach ein paar Wochen an der Uni eingelebt hat, alles geregelt ist und die finanzielle Lage sicher ist. Ist dies der Fall, so steht bei einem vernünftigen Einkommen vom Nebenjob und nicht allzu hohen Mietpreisen, dem nächsten Schritt zur eigenen Wohnung oder einem WG-Zimmer eigentlich nichts mehr im Weg.

Alternativen zum Studium

Selbstverständlich kann es auch mal der Fall sein, dass man nicht sofort einen Studienplatz bekommt, sondern zunächst noch eine Wartezeit ansteht. Um hier keine Panik zu bekommen, macht es Sinn, sich vorher zu überlegen welche Alternativen man hat, falls es mit dem Studium nicht direkt klappt. Es gibt zum Beispiel zahlreiche spannende Angebote im Ausland, wie zum Beispiel Work and Travel, Au-Pair, ein Auslandspraktikum oder volunteering, eigentlich ist wirklich für jeden etwas dabei. Wartesemester bedeuten also auf keinen Fall gleich „Lücke im Lebenslauf“, solang man diese Zeit sinnvoll nutzt, können hier nämlich sogar Erfahrungen gesammelt werden, die man nie vergisst und sich vielleicht sogar noch als lebensverändernd auswirken werden. Generell ist es sowieso nie eine falsche Entscheidung oder gar „verschwendete Zeit“, wenn man sich nach dem Abi zunächst mal eine Auszeit vom Lernen nehmen will, um vielleicht etwas von der Welt zu sehen anstatt direkt zu studieren. Häufig werden einem in so einer Zeit ja sogar die Augen geöffnet und plötzlich hat man ganz andere Interessen und sieht was einem wirklich liegt, dies ist natürlich eine enorme Hilfe für die spätere Studien- oder Berufswahl.

Bildquelle: Pixabay-User animatedheaven

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